133 Wenn dein Wert davon abhängt, gebraucht zu werden.

Shownotes

Du erfährst in dieser Folge: • warum wir unseren Wert manchmal unbewusst an Leistung und Hilfsbereitschaft knüpfen • welche inneren Sätze hinter ständigem Funktionieren stehen können • wie frühe Erfahrungen unser heutiges Verhalten prägen • warum es schwer sein kann, Aufgaben abzugeben, selbst wenn wir uns Entlastung wünschen • wie du deinen Wert wieder stärker unabhängig von deiner Leistung spüren kannst Reflexionsfrage: Was befürchtest du, wenn du nicht mehr alles für andere übernimmst?

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00:00:02: Es ist das Ende der Welt, sagte die Raube.

00:00:05: Es ist erst der Anfang, sagte der Schmetterling.

00:00:08: Diese Metapher begleitet mich durch mein Leben und ich möchte dich mit ihr dazu inspirieren, die Sonnenseiten des Lebens zu betrachten und das Geschenk hinter der Herausforderung zu erkennen.

00:00:20: Ich bin Bediener Krebs und begleite Dich durch Deine persönliche Metamorphose.

00:00:28: Wer bist Du wenn Dich gerade niemand braucht?

00:00:33: Ja, heute möchte ich mit dir darüber sprechen wenn du das Gefühl hast dass dein Wert davon abhängt gebraucht zu werden.

00:00:45: Ja wer bist du wenn dich gerade niemand braucht?

00:00:49: Diese Frage klingt vielleicht zunächst ein wenig seltsam oder provokativ für dich doch manchmal löst ja auch etwas in dir aus was passiert wenn du einmal Nicht helfen musst.

00:01:07: Wenn niemand einen Rat von dir möchte oder du kein Problem lösen kannst, wenn die Menschen in deinem Umfeld gut zurechtkommen – auch ohne dich!

00:01:21: Fühlst Du dann Erleichterung?

00:01:24: Oder entsteht vielleicht eine leise innere Unruhe?

00:01:29: In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen wie viel unsichtbare Verantwortung wir im Alltag tragen können über Mental Load, über das ständige Mitdenken.

00:01:41: Den inneren Druck alles im Blick behalten zu müssen.

00:01:46: und heute möchte ich noch einen Schritt tiefer gehen denn manchmal kümmern wir uns nicht nur um andere weil wir besonders hilfsbereit sind sondern dieses Kümmern erfüllt auch einen gewissen Zweck ein eigenes Bedürfnis.

00:02:07: Es gibt uns das Gefühl wichtig zu sein, gebraucht zu werden einen festen Platz im Leben der anderen zu haben.

00:02:16: Und das ist doch menschlich!

00:02:19: Denn wir möchten wichtig sein, wir möchten gesehen werden und wir möchten das Gefühl haben dass unser Dasein einen Unterschied macht.

00:02:30: Doch wenn unser Kompletter selbst wird ob sich davon abhängt wie viel wir für andere tun Genau, dann wird es schwierig.

00:02:40: Denn dann können wir kaum noch aufhören und zum Anderen zu kümmern.

00:02:48: Aber was steckt hinter diesen ständigen Kümmern?

00:02:53: Kennst du diese Sätze?

00:02:57: Ich bin wertvoll wenn ich gebraucht werde.

00:02:59: Ich bin wichtig wenn ich für andere da bin.

00:03:03: Ich darf keine Belastung sein.

00:03:06: Ich muss stark sein oder wenn ich nein sage lasse ich jemanden in Stich.

00:03:14: Und diese Sätze entstehen keineswegs bewusst.

00:03:18: Sie entwickeln sich aus deiner Lebensgeschichte heraus.

00:03:22: Es kann sein, dass du früh erlebt hast das du besonders viel Anerkennung bekommen kannst wenn du jemanden hilfst.

00:03:34: Vielleicht musstest du schon als Kind vernünftig sein oder es war in deiner Familie wenig Raum für deine Bedürfnisse.

00:03:46: Vielleicht ging es jemanden in deinem Umfeld nicht gut und du hast versucht durch deinen Verhalten Entlastung zu schaffen.

00:03:55: Denn Kinder sind sehr feinfühlig, sie spüren Spannungen Sie bemerken Sorgen Und sie nehmen wahr wenn Erwachsene überfordert sind Auch wenn sie diesen nie aussprechen und vor den Kindern verheimlichen wollen.

00:04:11: Ein Kind spürt so etwas Und dann entwickeln Sie Strategien, um Sicherheit zu schaffen.

00:04:19: Sie werden leise, sie passen sich an, sie helfen und funktionieren.

00:04:23: Sie übernehmen Verantwortung – obwohl diese noch gar nicht zu Ihnen gehört oder ihnen auch zu schwer ist.

00:04:35: Dann bekommen Sie Lob!

00:04:36: Du bist schon so selbstständig.

00:04:39: Auf dich kann ich mich immer verlassen.

00:04:42: Du magst nie Probleme.

00:04:46: Hier im ersten Moment positiv anhört, dahinter steckt manchmal eine versteckte Botschaft.

00:04:54: Eine stille Botschaft und diese Botschaft die bei dir ankommt ist Ich bin dann besonders wertvoll wenn ich wenig brauche und viel gebe Und in meiner Arbeit mit den Archetypen begegnet mir dieses Thema immer wieder.

00:05:15: Eine innere Qualität das sehr wertvoll sein kann Ist hier die dienende Denn die erlöste Dienende hilft aus dem Herzen, sie unterstützt wenn es stimmig ist.

00:05:26: Sie kann sich einbringen ohne sich selbst dabei zu verlieren.

00:05:31: Sie weiß das geben und empfangen zusammengehören.

00:05:36: Doch wenn diese Qualität aus dem Gleichgewicht gerät dann kann aus der Dienenden diese Opferhaltung werden.

00:05:45: Das Freiwillige unterstützen Wird eine Selbstverständlichkeit, dann werden die eigenen Bedürfnisse immer unwichtiger und es entsteht innerlich vielleicht auch eine Wut, eine Enttäuschung und eine Erschöpfung.

00:06:01: Du gibst viel doch du fühlst dich nicht gesehen.

00:06:05: Du kümmerst dich doch niemand scheint zu bemerken dass du alles trägst.

00:06:10: Du wünscht dir Anerkennung doch gleichzeitig fällt es dir schwer Aufgaben abzugeben und dann sagst du dir, ich muss ja alles alleine machen.

00:06:23: Und oft ist es so wenn dann jemand etwas übernehmen möchte, dann gibst du als Antwort bis ich dir das erklärt habe, habe ich es selbst schon längst erledigt oder es passt ja auch nicht wie die andere Person das machen würde.

00:06:41: Das ist jetzt kein Vorwurf!

00:06:43: Es ist ein Muster dass sehr viele Menschen kennen und ich möchte mich hier gar nicht ausschließen.

00:06:51: Wir wünschen uns zwar Entlastung durch gleichzeitig Feldes und Schwer Kontrolle abzugeben.

00:06:58: Und wenn andere plötzlich Aufgaben selbst übernehmen verändert sich etwas, dann stellt sich vielleicht die Frage wofür werde ich jetzt noch gebraucht?

00:07:14: In der psychosozialen Beratung schauen wir nicht nur darauf was uns belastet sondern wir schauen auch darauf welche Gewinne ein Verhalten haben könnte.

00:07:29: Das klingt zunächst vielleicht etwas komisch für dich, denn natürlich möchtest du nicht erschöpft sein oder dich nicht aufopfern und nicht ständig über deine Grenzen gehen und trotzdem kann ein Muster eine Funktion erfüllen.

00:07:47: das Kümmern kann dir Sicherheit geben es kann ich vor Konflikten schützen.

00:07:55: Du musst dich nicht mit deinen eigenen Bedürfnissen beschäftigen, solange du dich um andere kümmerst.

00:08:03: Und dadurch fühlst du dich auch noch wertvoll!

00:08:07: Vielleicht hast du auch Angst weniger geliebt zu werden wenn du nicht mehr alles trägst und das Ganze bedeutet dass es sich lohnen kann liebevoll hinzuschauen denn so lange du nicht verstehst wofür ein Muster einmal wichtig war ist es schweres zu verändern.

00:08:28: Also geh mal in eine persönliche Reflexion für dich.

00:08:33: Nimm dir einen Moment Zeit, schließe sogar die Augen wenn es möglich ist und wenn du dich an einem sicheren Ort befindest.

00:08:45: Atme einmal tief ein und wieder aus!

00:08:50: Und nun stell dir die Frage was befürchte ich?

00:08:54: Wenn ich nicht mehr alles für andere übernehme?

00:09:01: taucht ein Gedanke auf oder ein Gefühl?

00:09:04: Oder spürst du vielleicht Druck irgendwo im Körper?

00:09:09: Lass es einfach da sein, ohne es sofort verändern zu müssen.

00:09:15: Und dann stell dir eine zweite Frage wer bin ich wenn ich gerade nichts leiste Auch wenn du nicht gleich eine Antwort hast?

00:09:28: manchmal wirken solche Fragen etwas in dir nach und Du kommst erst ein paar Stunden oder Tage später darauf was dir das Ganze zeigen möchte.

00:09:44: Vielleicht merkst du, dass hinter deinem ständigen Funktionieren mehr liegt als eine volle Aufgabenliste und du spürst, dass du alte Musterglaubenssätze oder innere Rollen dich immer wieder dazu bringen über deine Grenze zu gehen.

00:10:01: Genau dabei unterstütze ich oft Menschen was sie brauchen, um wieder mehr bei sich zu sein.

00:10:17: Zum Abschluss für heute möchte ich dir noch einen Satz mitgeben!

00:10:22: Du bist nicht wertvoll weil du alles zusammenhältst.

00:10:26: Du bist wertvoll, weil du da bist auch dann wenn du rußt, auch dann Wenn du Hilfe brauchst Auch dann, wenn du nicht die Starke bist.

00:10:39: Auch dann wenn andere lernen dürfen ihre eigenen Aufgaben zu tragen.

00:10:45: Und nimm dir heute diese Erinnerung für dich mit, du darfst wichtig sein ohne ständig Gebrauch zu werden.

00:10:57: und wenn Du Lust hast dir einmal eine kleine Auszeit zu schenken dann schau auf meine Webseite.

00:11:07: Ende August gibt es mein erstes Archetypen aus Zeitwochenende an einem besonderen Kraftplatz in der Natur.

00:11:16: Also nutze die Chance, wenn es darum geht deine inneren Kräfte sichtbar zu machen alte Rollen liebevoll zu hinterfragen und wieder eine Ordnung zu finden, in der du nicht nur für andere da bist sondern auch für dich!

00:11:34: Bis zur nächsten Woche wünsche ich dir eine schöne Zeit Und ich freue mich, wenn du immer mehr bei dir landest.

00:12:13: Wie du in deiner persönlichen Metamorphose starten kannst, schreiben wir gerne.

00:12:18: Und wenn Du mir ein Feedback hinterlässt, freue ich mich gleich doppelt!

00:12:23: Dass uns gemeinsam wieder Freude, Frauenpower und ganz viele Schmetterlinge in diese Welt bringen – für uns, für unsere Vorfahren und für unsere Kinder.

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