132 Mental Load und die unsichtbare Last des Alltags!
Shownotes
Du erfährst in dieser Folge:
• was Mental Load mit unsichtbarer Denkarbeit zu tun hat • warum du auch dann erschöpft sein kannst, wenn du scheinbar „gar nicht so viel gemacht“ hast • wie aus Hilfsbereitschaft schleichend Überforderung entstehen kann • warum andere nur dann Eigenverantwortung übernehmen können, wenn du ihnen auch Raum dafür lässt • wie du mit dem Verantwortungsradar erste Aufgaben bewusst sortieren kannst
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Transkript anzeigen
00:00:02: Es ist das Ende der Welt, sagte die Raube.
00:00:05: Es ist erst der Anfang, sagte der Schmetterling.
00:00:08: Diese Metapher begleitet mich durch mein Leben und ich möchte dich mit ihr dazu inspirieren, die Sonnenseiten des Lebens zu betrachten und als Geschenk hinter der Herausforderung zu erkennen.
00:00:20: Ich bin Bediener Krebs und begleite Dich durch Deine persönliche Metamorphose.
00:00:29: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:00:33: Wenn du ständig für alle mitdenkst, Mental Load und die unsichtbare Last des Alltags – genau das ist das Thema über das ich heute mit dir sprechen möchte!
00:00:46: Und vielleicht kennst Du das Gefühl dass Du eigentlich nie wirklich Pause hast?
00:00:54: Vielleicht sitzt Du gerade auf dem Sofa, vielleicht gehst Du spazieren oder bis zu gar auf Urlaub, doch in deinem Kopf läuft die Liste weiter.
00:01:05: Du überlegst was noch eingekauft werden muss?
00:01:08: Du denkst daran dass jemand einen Termin braucht?
00:01:11: Du möchtest noch eine Nachricht beantworten!
00:01:14: Du spürst das es einem Menschen in deinm Umfeld nicht gut geht und du fragst dich ob du etwas vergessen hast Und noch viele andere Dinge, die einfach so durch deinen Kopf schwirren.
00:01:29: Nach außen sieht es vielleicht so aus als würdest du gerade nichts tun doch innerlich arbeitest Du auf Hochtouren und genau darüber möchte ich heute mit Dir sprechen.
00:01:43: in meiner letzten Podcastfolge ging es um den Archetypen der Liebenden im beruflichen Kontext Die Liebe.
00:01:51: der erinnert uns daran, dass wir das Leben nicht nur bewältigen sondern auch fühlen dürfen.
00:01:57: Dass wir nicht nur funktionieren müssen, dass es auch um Genussverbindungen und Lebendigkeit geht.
00:02:05: Doch genau das fällt oft schwer wenn unser Kopf ständig voll ist Wenn wir gedanklich für alle mitdenken Wenn wir alles im Blick behalten Und uns für das Wohlergehen der anderen verantwortlich fühlen.
00:02:23: Und vielleicht kennst du diesen einen Satz.
00:02:26: Wenn ich nicht daran denke, dann macht es ja niemand!
00:02:31: Oder bei euch lange Warte und Erkläre mache ich es lieber gleich selbst.
00:02:37: Ja, vielleicht bist du diejenige, die in der Familie alles organisiert?
00:02:42: Du trägst viel... Du hast eine große Verantwortung im Beruf... Vielleicht kümmerst du dich um deine Eltern oder Kinder, Enkelkinder oder deinen Partner.
00:02:55: Vielleicht bist du auch emotional für viele Menschen da.
00:02:59: Du hörst zu, du fängst auf, du denkst voraus, du spürst oft schon was gebraucht wird bevor jemand etwas sagt.
00:03:10: Das ist eine große Stärke doch jede Stärke kann auch einmal zur Belastung werden wenn wir sie nicht bewusst einsetzen.
00:03:21: Doch was bedeutet mental load?
00:03:24: Der Begriff mental load beschreibt die unsichtbare Denkarbeit, die im Hintergrund ständig weiterläuft.
00:03:31: Es geht nicht nur darum eine Aufgabe zu erledigen es geht auch darum überhaupt daran zu denken dass sie erledigt werden muss und um die hundert Dinge die um diese Aufgabe herum noch zu tun sind.
00:03:48: ein Beispiel für dich dein Partner bringt ein Auto in die Werkstatt Doch du hast vorher bemerkt, dass der Termin fällig ist.
00:03:59: Du hast nach einer Werkstatt gesucht?
00:04:01: Du hast den Termin vereinbart?
00:04:03: Du hasst überlegt wie ihr das organisatorisch lösen könnt?
00:04:07: Du erinnerst am Vorabend noch einmal daran!
00:04:10: Nach außen wirkte es vielleicht so als hätte dein Partner die Aufgabe übernommen doch der Großteil der mentalen Arbeit lag weiterhin bei dir Und so ist es oft in vielen Bereichen.
00:04:26: Wer denkt an Geburtstage, wer plant die Einkäufe?
00:04:30: Wer merkt wenn ein Kind neue Schule braucht?
00:04:33: Wer hat die Stimmung der Familie im Blick?
00:04:35: Wer erinnert daran dass ein Termin vereinbart werden sollte?
00:04:39: Wer weiß wann welche Rechnung fällig ist?
00:04:42: und wer versucht bereits im Vorfeld Konflikte zu vermeiden?
00:04:47: Und genau diese gedankliche Arbeit ist kaum sichtbar!
00:04:52: Doch sie kostet Kraft, oft immense Kraft.
00:04:57: Und du wunderst dich manchmal warum du so müde bist Obwohl du dir denkst ich habe doch heute gar nicht zu viel gemacht Oder Du spürst körperlich dass du nicht viel gemacht hast.
00:05:14: Doch dein Nervensystem war den ganzen Tag im Einsatz Dein Kopf ist nicht zu ruhig gekommen, du hast Verantwortung getragen.
00:05:24: Du hast ständig voraus gedacht und es gibt Menschen die unglaublich fein wahrnehmen wie es andring geht.
00:05:34: sie merken sofort wenn sich die Stimmung verändert.
00:05:37: sie spüren wenn jemand etwas braucht.
00:05:40: Sie können schwer entspannen wenn rundherum noch etwas umgeklärt ist.
00:05:46: vielleicht kennst du das auch?
00:05:48: Du sitzt bei einem Kaffee Aber du bemerkst sofort, dass jemand Unrück ist.
00:05:53: Du möchtest einen freien Nachmittag genießen aber dein schlechtes Gewissen meldet sich.
00:05:59: Du nimmst dir Zeit für dich doch innerlich überlegst du ob du nicht eigentlich etwas Sinnvolleres tun könntest.
00:06:09: und manchmal haben wir gelernt das es unsere Aufgabe ist für Harmonie zu sorgen.
00:06:16: Und vielleicht warst du schon als Kind sehr vernünftig Hast früh mitgedacht, wolltest niemanden zusätzlich Sorgen bereiten.
00:06:29: Vielleicht warst du diejenige auf die man sich verlassen konnte und dafür Anerkennung bekam.
00:06:37: Vielleicht immer mit Worten doch Du hast gespürt wenn ich unkompliziert bin, wenn ich helfe, wenn Ich stark Bin dann bin ich richtig Und das kann dazu führen dass wir auch als Erwachsene kaum abschalten können.
00:06:52: Wir halten vieles zusammen, wir tragen mehr als eigentlich zu uns gehört.
00:06:56: Wir springen ein bevor jemand überhaupt die Chance bekommt selbst Verantwortung zu übernehmen.
00:07:02: und irgendwann bemerken wir es ist nicht nur der volle Kalender der uns müde macht.
00:07:09: Es ist das Gefühl niemals wirklich loslassen zu dürfen.
00:07:16: Stell dir mal die Frage was würde passieren wenn du einmal nicht alles im Blick behältst?
00:07:24: Was würde geschehen, wenn du nicht erinnerst?
00:07:27: Nicht nachfragst.
00:07:30: Wenn du ein Problem nicht sofort löst oder eine Aufgabe bewusst bei deinem Gegenüber lässt und oft ist der erste Gedanke dann geht es schief.
00:07:46: aber was wenn das gar nicht stimmt?
00:07:53: vielleicht wird mal etwas vergessen oder dauert länger Oder es wird anders gemacht, als du es machen würdest.
00:08:02: Oder es entsteht kurzfristig Unordnung.
00:08:06: Doch vielleicht ist genau diese Unordnung manchmal notwendig?
00:08:11: Denn Eigenverantwortung kann nur entstehen wenn wir anderen auch zutrauen dass die Selbstdenken handeln und Lösungen finden dürfen.
00:08:22: Wenn du aber jede Lücke sofort füllst, jedes Problem abfängst und alle möglichen Schwierigkeiten im Vorfeld verhinderst dann schützt du andere.
00:08:35: Vielleicht sehr liebevoll doch gleichzeitig nimmst du ihnen möglicherweise auch etwas ab das zu ihrem Leben gehört Und du belastest dich selbst immer stärker.
00:08:48: Ich möchte dir eine kleine Übung mitgeben den Verantwortungsradar.
00:08:54: Nimm dir nach dieser Folge ein Blatt Papier und ungefähr eine Viertelstunde Zeit.
00:09:00: Schreibe in die Mitte des Blattes deinen Namen.
00:09:05: Zieh dann drei Kreise um deinen Namen, in den ersten Kreis schreibst du das gehört wirklich zu mir In dem zweiten Kreis darf das geteilt werden Und im dritten Kreis das gehört überhaupt nicht zu mir.
00:09:25: Und dann gehst du einmal durch deinen Alltag.
00:09:28: Welche Aufgaben trägst Du?
00:09:30: Für wen denkst Du ständig mit?
00:09:32: Welche Probleme versuchst Du zu lösen, welche Stimmungen glaubst Du auffangen zu müssen?
00:09:39: Wo hast Du das Gefühl, dass ohne Dich nichts
00:09:42: funktioniert?!
00:09:46: Und nun schreibe jede Aufgabe und jede Verantwortung in einen der drei Kreise!
00:09:51: Sei dabei ehrlich!
00:09:54: Denn nicht alles, was du bisher getragen hast gehört automatisch zu dir.
00:09:59: Manches hast du übernommen weil du es gut kannst, manches weil es schneller geht und manche Dinge weil du Angst vor Konflikten hast, weil du dich verantwortlich fühlst oder weil es dir ein gutes Gefühl gibt gebraucht zu werden.
00:10:19: Und wenn du fertig bist wähle Eine einzige Sache aus dem äußeren Kreis, nur eine für den Moment.
00:10:27: Und frage dich was wäre ein kleiner erster Schritt damit diese Verantwortung wieder dorthin zurückgeht wo sie hingehört?
00:10:40: Vielleicht bedeutet das eine Aufgabe nicht mehr automatisch zu übernehmen oder du möchtest dein Gespräch führen oder bewusst aushalten dass jemand etwas auf seine eigene Weise macht und ihn einmal nicht daran erinnern.
00:11:02: Und du glaubst jetzt, das klingt so banal!
00:11:06: Doch es ist ein wichtiger Schritt – und wenn alles erledigt ist, nehme ich mir für mich Zeit.
00:11:16: Das ist eine Aussage die nie passiert.
00:11:20: also lerne abzugeben und dir wieder Raum zu geben.
00:11:28: und vielleicht spürst du das auch gerade, dass du dir mehr Raum für dich wünschst.
00:11:34: Und hier hilft uns oft eine kleine Veränderung im Alltag.
00:11:38: Manchmal ist es wertvoll gemeinsam genauer hinzuschauen.
00:11:43: Du kannst diese Übung auch mit deinem Partner machen – und dann klären welche Verantwortung wirklich zu wem gehört!
00:11:55: Wenn du alleine gar nicht weiterweißt?
00:11:57: in meinem persönlichen Sitzungen gibt es Raum für genau diese Fragen.
00:12:05: Und wenn du schon bereit bist für den nächsten Schritt und dir eine kleine Auszeit nehmen möchtest, dann lade ich dich ein zu meiner Archetypen-Auszeit an einen besonderen Kraftplatz in der Natur.
00:12:21: Eineinhalb Tage, an denen wir aus dem Alltag heraustreten, innere Muster sichtbar machen und uns wieder stärker mit den eigenen Ressourcen verbinden.
00:12:37: Nicht als weiterer Termin auf einer langen Liste, sondern als bewusster Schritt zurück zu dir.
00:12:46: Nimm dir heute vielleicht noch einen Gedanken mit!
00:12:52: Du musst nicht alles tragen nur weil du es tragen kannst.
00:12:56: Manchmal ist es liebevoller etwas zurückzugeben für dich und auch für die Menschen, denen du wieder mehr Eigenverantwortung zutrauen darfst.
00:13:06: Und ich wünsche dir nun einen achtsamen ruhigen Tag für dich – und vergiss nicht!
00:13:13: Deine Kraft ist nicht unendlich doch du darfst lernen gut mit Dir
00:13:18: umzugehen.".
00:13:55: Und wenn du mir ein Feedback hinterlässt, freue ich mich gleich doppelt.
00:14:00: Dass uns gemeinsam wieder Freude und Frauenpower und ganz viele Schmetterlinge in diese Welt bringen.
00:14:07: Für uns, für unsere Vorfahren – für unsere Kinder!
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